StartseiteIllegale DrogenCannabis (THC)

Herkunft
Natürliche pflanzliche Drogen, Indischer Hanf/Cannabis Indica - Afrika, Naher und Mittlerer Osten, indischer Subkontinent, südliche USA und Mittelamerika. In Europa illegaler Freiland- und Zimmeranbau; Sonderregelungen in Holland. Genutzt wird die weibliche Pflanze oder speziell gezüchtete wirkstoffreiche samenlose Spezies z. B. Sensimilla.

Wirkstoff
Delta 9 (bzw. 8) - Tetrahydrocannabinol (THC), vgl. Seite 28. Insgesamt wurden bisher etwa 430 Inhaltsstoffe identifiziert, davon 61 Cannabinoide.

Szeneformen
Marihuana
(Cannabis-Kraut) in Form der getrockneten, z. T. durch kontrolliertes Schimmeln fermentierten Pflanzenteile, tabakähnliche Nutzung; Stängel und stärkere Rippen verworfen, von Rippen befreite und/oder zerriebene Blätter als "manikürtes Marihuana" bezeichnet. Wirkstoffgehalt der natürlichen, normalen Sorten 1 – 3 %, THC-reiche spezielle Sorten (Sinsemilla, z. B. Nijederwied) über 10 %, meist schon um 20 %. Anwendung mittels Rauchen (Kiffen), vorwiegend im Gemisch mit Tabak in Form selbstgedrehter, meist kegelförmiger Zigaretten (Joint, Kiff/ ca. 1 g/, Riesen-, Berliner, Gruppen- oder 3-Blatt-Joint bis ca. 5 g Marihuana). Zum Teil auch mit Phencyclidin (PCP, Engelsstaub) bestreut geraucht oder für Tee und Speisen genutzt. Neuerdings auch mit speziellen Vaporizer konsumiert (Inhalation).
Haschisch (Hasch, Cannabis-Harz) in Form der fein zerkleinerten und zu Platten gepressten Blütenstände; als viereckige Stücken/Streifen oder kleinere dünne Platten und Kugeln gehandelt und vom Konsumenten (User) meist zu Kügelchen oder kleinen Scheiben verformt. Wirkstoffgehalt bis 20 %, auch darüber!; aber z. T. auch gestreckt weit darunter, durchschnittlich um 5 %. Aussehen von schmutzig-gelb über rot und braun bis blauschwarz. Konsistenz krümelig bis knetbar. Anwendung zum Rauchen (Pfeife, Chillum, Wasserpfeife, Bong), gelöst in heißen Getränken oder in Form von selbstgefertigtem Gebäck (Haschplätzchen) oder in Süßigkeiten (Candies).
Hasch-Öl (Cannabis-Konzentrat), ein durch Wasserdampf- oder Lösungsmittelextraktion angereichertes Produkt von grün-schwarzer teerartiger Konsistenz. Wirkstoffgehalt bis etwa 60 %, durchschnittlich 25 – 30 %. Schmuggelform, selten auf der Szene. Zum Rauchen (imprägnierte Zigaretten) , für Speisen und (selten, nicht wasserlöslich!) zur Injektion.

Rauschdosen
Rauchen
: 3 – 5 mg THC, damit muss 1 Joint wegen des THC-Abbaus in der Hitze der Zigarettenglut (Pyrolyse) ca. 20 – 50 mg THC = ca. 1 – 5 g; Marihuana enthalten.
Essen: 5 – 30 mg THC = ca. 2 g Haschisch;
Injektion: 0,6 – 1 mg THC.

Abhängigkeit und Toleranz
THC bewirkt eine psychische Abhängigkeit, eine physische wird kontrovers diskutiert, mehrheitlich nicht bejaht. Bei chronischem Konsum werden Toleranz und Dosissteigerung diskutiert. Eine akut tödliche Dosis ist für Menschen nicht bekannt.

Wirkungsprofil
Medizinische Klassifizierung (ICD*/WHO und DSM*/USA): Abhängigkeit vom Cannabis-Typ, Leitsubstanz delta 9 - THC. Cannabis-Drogen sind Halluzinogene. Die Wirkung ist charakterisiert durch:

Denk- und Wahrnehmungsstörungen mit gesteigertem Farbempfinden und z. T. akustischen Halluzinationen,

positive, euphorisch getönte Stimmungsveränderungen, die dosis- und rauschverlaufabhängig umschlagen können,

verminderte Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit sowie herabgesetzte Kritikfähigkeit. Cannabiskonsum wird so u. U. zur Unfallquelle! Besonderheiten bestehen in der Möglichkeit des Auftretens von plötzlichen Nachhall-Psychosen (Echo-Rausch, flash back) durch Freisetzung von im Fettgewebe eingespeichertem THC ohne unmittelbar vorhergehenden Konsum.

Ursache von nicht erklärbaren Verkehrsunfällen!

sowie von Aggressionen nach Hunger- und Kältestress (Tierversuche). Cannabis ist eine Gruppendroge und vielfach an ritualartige Handlungen in User-Gruppen gebunden. Ohne richtige psychische Einstimmung (set) und Milieufaktoren (setting) kommt der richtige Rausch schwer zustande. Haschen muss erlernt werden!

Alkohol und Hasch passen nicht zusammen. Alkohol führt zur negativen Wirkungsverstärkung. Richtige Hascher meiden Alkohol.



Zu erwartende Spätschäden bei chronischem Konsum

ZNS-Schäden durch Störungen biochemischer Abläufe im Gehirn, Psychosen;

Störungen im Herz-Kreislauf-System;

erhöhtes Auftreten von Lungen- und Bronchialerkrankungen. Marihuana-Teer ist bösartiger als Tabak-Teer!

Schäden im Immunsystem, Beeinträchtigungen des Hormonhaushaltes, der Zeugungsfähigkeit und des Erbgutes werden diskutiert.



Aber auch diese Seite:
Die Cannabis-Pflanze enthält wertvolle Rohstoffe, kann Holz als Zellstoff- und damit Papierlieferant mehr als ersetzen und aus der Pflanze lassen sich wertvolle Arzneirohstoffe gewinnen. Nicht die wertvolle alte Kulturpflanze ist das Übel, sondern der Missbrauch durch eine bestimmte Klientel!

Erkennung:
mit Schnelltest vor Ort und Bestätigung im Labor
Morphologisch/sensorisch: Aussehen (Farbe, Konsistenz), stark würziger Geruch, mikroskopisch (starke Lupe) Drüsenhaare im Harz sichtbar; Schnelltest: rotviolette Färbung mit Echtblausalz B (als Kit im Handel); Stoff/Urin/Speichel/ Schweiß: • diverse immunchemische Verfahren, • tragbare IMS-Geräte (Ionenmobilitätsspektrometrie), Ja/Nein-Aussagen in ca. 1-2 Minuten

Marihuana - Haschisch, verschiedene Sorten



Haschplatten



Haschöl



Hanfpflanze, weiblich



Joint



Cannabis-Samen



Strukturformel THC